Obacht bei der Wahl der Hausverwaltung

„Missmanagement und Unwissen – so viel Geld verbraten inkompetente Immobilienverwalter“

Das Verwalten einer Immobilie kostet jede Menge Zeit, fordert Know-how und Einsatz. Viele Wohnungseigentümer geben diesen Aufwand an einen professionellen Immobilienverwalter weiter. Doch die Leistungen einiger Unternehmen lassen offensichtlich zu wünschen übrig.

Eine Immobilienverwaltung soll vor allem eins: Dem Hausbesitzer oder der Eigentümergemeinschaft durch die Verwaltung der Immobilie Arbeit abnehmen und dabei möglichst effizient vorgehen. Doch das gelingt nicht immer. Häufig entpuppt sich die Wohnungseigentums- oder Mietverwaltung als wahrer Renditekiller, wie eine Umfrage des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter e.V (DDIV) unter 400 Unternehmen kürzlich feststellte. Finanzielle Einbußen in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro entstehen demnach deutschen Wohnungseigentümern jährlich durch eine unprofessionelle Immobilienverwaltung. Und das ist nur der Gipfel des Eisbergs. 55 Millionen Euro geben deutsche Immobilienbesitzer jährlich aus, um die Vorverwaltung ihrer Häuser durch eine kompetente neue Hausverwaltung zu ersetzen –alle WEG-Unterlagen zu überprüfen  und auf den aktuellen Stand zu bringen, ist kostspielig . Doch wie kommt es, dass eine Hausverwaltung ein so saftiges Defizit verursachen kann?

Von Buchhaltung bis Instandsetzung – die Aufgaben der Mietverwaltung

Eine Immobilienverwaltung erfüllt treuhänderisch eine ganze Reihe von Aufgaben im Namen einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) oder eines Mietshausbesitzers. Das gilt sowohl für den juristischen als auch für den kaufmännischen und technischen Bereich – und hier jonglieren die Verwalter mit sehr viel Geld. Nehmen diese es bei der Buchhaltung der Mieteinnahmen nicht so genau, verpassen wichtige Fristen, schludern bei der Vermietung der leerstehenden Wohnung oder beauftragen ein viel zu teures Handwerksunternehmen mit der Instandsetzung der Heizungsanlage, machen sich die überzogenen Kosten später empfindlich auf dem Kontostand der Wohnungseigentümer bemerkbar.

Ein gravierendes Problem, das der DDIV bei der Vorstellung seiner Studie anspricht: Ein Verwalter muss rein rechtlich keine Mindestanforderungen erfüllen. Mit einem Gesetzentwurf, der eine Grundqualifikation für die Verwalterbranche vorsieht, möchte die Bundesregierung jedoch nun im Sinne des Verbrauchers gegensteuern.